PdA Partei der Arbeit der Schweiz
PdT Parti suisse du Travail
PoP Parti ouvrier et populaire
PC Partito Comunista
Die Partei der Arbeit hat vor dem Bundeshaus mit dem Verteilen von Sonderausgaben
ihrer Zeitungen eine Kampagne gegen Sozialabbau lanciert. Dies vor dem Hintergrund,
dass in den nächsten Tagen im Bundeshaus über erneute Kürzungen und Verschlechterungen
bei der Arbeitslosenversicherung diskutiert und entschieden wird.
24.11.2009
Mehr dazu im PdA-Blog
Seit gestern sind hunderte von Studenten und Studentinnen im Streik und besetzen die
Aula der Universitäten Zürich, Bern und Basel. Es ist ein gerechter Kampf für eine
demokratische Universität, die auch den Söhnen und Töchtern der Arbeiter zugänglich sein sollte.
Aber auch ein Kampf gegen die neoliberalen Reformen, die die Lehre und die Forschung
dem Willen der multinationalen Unternehmen unterwerfen wollen. Ausser in der
Schweiz wird auch an anderen europäischen Universitäten – von Barcelona bis nach
Wien – mobilisiert. Es handelt sich um eine wichtige Bewegung für die europäische und
aber auch für die schweizerische Gesellschaft und die Kommunisten sind ein integrierender
Teil davon. Der politische Vorschlag der PdA ist, diese Kämpfe schweizweit
zu koordinieren und zu vereinen, und von unten eine kampfbereite Studentengewerkschaft
auf nationalem Niveau auzubauen. Die Partei der Arbeit der Schweiz teilt die Forderungen
der Studentinnen und Studenten und denunziert das Demokratiedefizit an
den schweizerischen Universitäten. Unsere jungen Ativistinnen und Aktivisten sind an
den verschiedenen Universitäten jetzt anwesend und tragen zum Kampf bei.
18.11.2009
Weitere Infos auf der BFS-Website
www.unsereuni.ch
Unbemerkt vom Medienmainstream spitzt sich die Lage in Honduras mit Blick auf die
Diktaturwahlen von Ende dieses Monats zu. Um so wichtiger wird die Teilnahme
nächsten Samstag an der Demo in Bern – für den Widerstand, gegen den Putsch,
seine «Wahlen» und deren mutmassliche Anerkennung auch durch die Schweiz.
17.11.2009
Weitere Info und Links auf dem PdA-Blog
In einer Stellungnahme zum Dokument der PdA-Parteileitung vom September 2009
(«Geben wir der PdA wieder eine Rolle in der Schweizer Gesellschaft») fordern Cecilia
Toledo und Esteban Munoz (beide PdA Genf) eine schonungslose Analyse der
Schwachstellen der Partei der Arbeit. Den Autoren geht es besonders um jene
Schwachstellen, die als Hindernisse auf dem Weg zur Definition, Annahme und Anwendung
einer einheitlichen politischen Linie der Partei stehen.
11.11.2009
Papier Parteileitung: «Geben wir der PdA wieder eine Rolle in der Schweizer Gesellschaft»
Toledo/Munoz: «Die Erneuerung der PdA führt über den Aufbau einer kommunistischen Partei» 11.11.2009
Endlich ist sie überstanden: Die international sehr gut orchestrierte Inszenierung um das
sogenannte «Mauerfall»-Jubiläum. Sollte das Volk der einstigen DDR sich je Illusionen über die
Segnungen der Marktwirtschaft gemacht haben, hat es sie längst verloren. Die Entzückung über
prächtige Konsumtempel und neckische kleine Kleberchen auf den Früchten der Obstauslagen,
die ihnen die «neue Zeit» nach 1990 gebracht hatte, war bei den meisten rasch verflogen.
Schnell mussten sie feststellen, dass der Verlust ihres sozialistischen Staates für viele von ihnen
auch Arbeits- und Perspektivlosigkeit, oft sogar Abstieg in die Armut bedeuteten. Inzwischen
haben auch die meisten Westdeutschen zur Kenntnis nehmen müssen, wohin eine
kapitalistische Weltwirtschaft führt, die sich ungehemmt von einer sozialistischen
Staatengemeinschaft entfalten kann. Bei so viel geballter Desillusionierung musste dringend ein propagandistischer Kraftakt her, der sich mit
dem Jahrestag vom 9. November anerbot – auch wenn er in der Not 5 Jahre vor der üblichen
Jubiläumszahl zelebriert werden musste.
10.11.2009
weiterlesen im PdA-Blog
«Avante»: «Heilige Allianz von Antikommunisten am Werk»
Die Regierung Venezuelas macht sich wie die andern Nachbarn grosse Sorgen ob der
militärischen Aufrüstung Kolumbiens durch die USA. Kolumbien soll offenbar zum
hochgerüsteten US-Vorposten gemacht werden mit dem Ziel, sozialistische Transformationen in
Südamerika abzuwürgen. Fidel Castro wird noch deutlicher. «Jeder normal informierte Mensch
begreift sofort, dass jenes süsslich formulierte ,Ergänzungs-Abkommen für Zusammenarbeit und
Technische Hilfe bei der Verteidigung und Sicherheit zwischen den Regierungen von Kolumbien
und den Vereinten Staaten' dem Anschluss Kolumbiens an die USA gleichkommt», schreibt
Fidel.
10.11.2009
Fidel Castro Ruz: Der Anschluss Kolumbiens an die USA
Der 9. November ist ein Jahrestag der Schande. An diesem Tag des Jahres 1932
schoss Militär, das vom Genfer Regierungsrat angefordert wurde, ohne Vorwarnung auf
demonstrierende Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Arbeitermassen hatten gegen
einen faschistischen Aufmarsch protestiert und der Regierung Untätigkeit vorgeworfen. 150 Schüsse
wurden auf die Demonstrierenden abgegeben; 13 Personen blieben tot und 65 verletzt
auf der Plaine de Plainpalais liegen. Als erster fiel Henri Fürst, der Präsident der Kommunistischen
Partei Genf, im Kugelhagel. Die Genfer Partei der Arbeit hat der
Opfer auf der Plaine de Plainpalais mit einer Feier gedacht.
8.11.2009
Wer sind wir, und was wollen wir? Das Zentralkomitee der Partei der Arbeit der Schweiz
hat die Notwendigkeit einer allgemeinen
Debatte über die politische Linie unserer Partei festgestellt. Um diese anzugehen wurde
beschlossen, auf den 28. November 2009 eine nationale Parteikonferenz abzuhalten.
Die Parteileitung, die voll hinter diesem Entscheid steht, hat deshalb beschlossen, einen
Bericht vorzulegen, der einerseits eine Analyse der schwierigen Situation der Partei vornimmt,
und anderseits Vorschläge unterbreitet, um die Partei zu stärken. Auf dem Portal
kommunisten.ch. sind die Reflexionen der PdA-Leitung nachzulesen. 8.11.2009
Geben wir der PdA wieder eine Rolle in der schweizerischen Gesellschaft
Die Erneuerung der PdA führt über den Aufbau einer kommunistischen Partei
187 Staaten stimmen in der Uno für die Aufhebung der Blockade. Nur USA und zwei
ihrer Vasallen, Israel und Palau, waren dagegen. Die Welt verurteilt also nahezu einstimmig
die Blockade der USA gegen Kuba. Zum achtzehnten Mal in Folge verabschiedete
die Uno-Vollversammlung eine von der kubanischen Regierung eingebrachte
Resolution, in der die sofortige Aufhebung des Handels- und Wirtschaftsembargos
gegen die Insel gefordert wird. 187 der 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen
stimmten für den Antrag, zwei mehr als vor einem Jahr. Dass El Salvador, nachdem dort
die Kuba verbundene frühere Befreiungsbewegung FMLN die Regierung übernommen
hat, erstmals gegen die Blockade stimmen würde, war erwartet worden. Aber dass sich
auch der Irak mit seiner Stimme gegen die Besatzungsmacht USA gestellt hat, ist doch
sehr bemerkenswert. Aber Washington will die Forderung der Weltgemeinschaft erneut
ignorieren.
30.10.2009
Mehr dazu in der Jungen Welt
Kein anderer Teil der ehemaligen Sowjetunion vermochte die sozialistischen Errungenschaften
so gut gegen die Konterrevolution zu verteidigen wie die Republik Belarus. Ein
Verdienst der regierenden weissrussischen Kommunisten. Aber für die Europäische
Linkspartei von EU-Gnaden ist das kein Grund, mit der weissrussischen Regierungspartei
Beziehungen zu pflegen – im Gegenteil: kürzlich wurde ein Grüppchen aus Belarus
in die ELP aufgenommen, das sich zur orangen Opposition zählt. kommunisten.ch sieht
darin eine offene Provokation der belarussischen Kommunisten und stellt in diesem
Zusammenhang auch Fragen zum Verhältnis der PdA zur ELP.
29.10.2009
Mehr dazu auf kommunisten.ch
«Ausgerechnet heute, wo das Gewitter auf dem Arbeitsmarkt losbricht, will der Bundesrat
die Regenschirme einziehen. Zugleich macht er mit der vorgesehenen Änderung
des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (Avig) den Patrons ein Milliardengeschenk in
Form des Lohndumpings.». Das ist die mehr als berechtigte Kritik von Thomas Näf,
Kopräsident des nationalen Referendumskomitees «Nein zum Abbau der ALV», an der
Abbauvorlage. Daran ändert auch der Entscheid des Nationalrats, die Vorlage hinauszuzögern,
nichts. Näf sieht dahinter taktische Überlegungen und ein Zeichen dafür,
dass der angekündigte Widerstand der Betroffenen ernst genommen wird. Um so mehr
gilt es, diesen Widerstand weiter auszubauen.
18.9.2009
«Milliarden an die Patrons, und Betroffene schickt man barfuss ins Gewitter»
Die Scheinheiligkeit der versammelten Staatsrepräsentanten und -repräsentantinnen, die vor
kurzem gemeinsam des 70. Jahrestages des «Ausbruchs» des Zweiten Weltkriegs gedachten
während gleichzeitig die meisten von ihnen an einem imperialistischen Krieg in Afghanistan
beteiligt sind, ist kaum zu überbieten. Noch stossender aber ist der Versuch, bei dieser
Gelegenheit vom imperialistischen Klassencharakter des Nazi-Faschismus abzulenken und
dessen Kriegsverbrechen zu relativieren, indem ausgiebig und stetig von einer angeblichen
Mitverantwortung der Sowjetunion am Zweiten Weltkrieg gesprochen wird. Als Beweis wird die
Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrags am 23. August 1939 angeführt.
Es handelt sich um jenen Vertrag, zu dessen Abschluss sich die Sowjetunion getrieben sah,
nachdem die kapitalistischen Westmächte den Nazis ein Opfer nach dem andern zum Frasse
vorgeworfen hatten und das revolutionäre Russland nur zu gerne dazugegeben hätten. Der
Nichtangriffsvertrag hat der Sowjetunion wertvolle Zeit verschafft, die nötig war, um schliesslich
die Welt vom Nazi-Faschismus befreien zu können. Die imperialistische Unterstellung ist eine
unerhörte Beleidigung des antifaschistischen Widerstandes, der im wesentlichen von den
Kommunisten getragen wurde und für den sie die grössten Opfer gebracht haben. Gegen die
Verfälschung des 23. August wurde ein internationaler Aufruf verfasst, der auch online
unterzeichnet werden kann.
15.9.2009
Aufruf (englisch) und Formular zur Unterzeichnung
Deutsche Übersetzung des Aufrufs
Nach Ansicht der Neuen PdA Basel gibt es aufgrund des politischen Kräfteverhältnisses zurzeit leider keine andere Lösung, als IV und AHV mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer zu sichern. Langfristig muss aber «das Geld dort geholt werden, wo es ist».
Zur Nichteinführung der Volksinitiative sagt die Neue PdA Nein.
Die demokratisch eingeführte
Prozedur solle doch mal gewagt werden, stellt die Neue PdA dazu fest. Zur Umgestaltung Luzernerring/Wasgenring beschloss die Neue PdA Basel die Ja-Parole.
12.9.2009
Begründung der Neuen PdA zum Ja zur IV-Finanzierung
Der Versuch, die Arbeitslosenversicherung zu demontieren, geht in eine weitere Runde.
Die eidgenössischen Räte debattieren über ein neues Abbauprojekt. Die Leistungen
sollen weiter gekürzt und damit den Kantonen und Gemeinde Folgekosten aufgebürdet
werden. Die Sozialabbauer sind aber vorsichtiger geworden. Die Niederlage im Jahre
1997, als mit einem Referendum Leistungskürzungen verhindert werden konnten, ist
ihnen wohl noch in guter Erinnerung. Sie sind, was die Leistungskürzungen betrifft,
wenig konkret, diese sollen nur in «zumutbarem» Ausmass stattfinden. Es lohnt sich,
die in Watte gepackten Äusserungen etwas unter die Lupe nehmen. Thomas Näf vom
Berner Referendumskomitee «Nein zum Abbau der ALV» hat genauer hingehört.
11.9.2009
Thomas Näf: «NEIN zum Abbau der Arbeitslosenversicherung»
Das Sommerloch-Thema «Lybien» scheint langsam ausgedient zu haben. Die Journaille
wendet sich neuen Aktualitäten zu. Es erstaunt doch immer wieder, wie unreflektiert
schweizerische Medienschaffende arbeiten, wo doch angeblich ein sogenanntes
Berufsethos als Massstab für ihre Arbeit dienen soll. Hunderte von Migranten, denen
wie den beiden in Lybien festgehaltenen Schweizer Geschäftemachern Vergehen
gegen Visa-Bestimmungen und illegaler Aufenthalt vorgehalten wird, schmachten in
schweizerischen Ausschaffungsgefängnissen. Sie können von einer Behandlung wie sie
die beiden Schweizer in Lybien erfahren nur träumen. Oder das Vorgehen der Genfer
Polizei: Nicht nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Wef-Kundgebungen können ein
Lied darüber singen wie die Polizei der Rhonestadt martialisch auftreten und rüpelhaft
vorgehen kann. kommunisten.ch hat zur Sommeraffäre Schweiz–Lybien ein Dossier
erstellt.
11.9.2009
Dossier Schweiz–Lybien auf kommunisten.ch
Zum Abstimmungssonntag vom 27. September sagt die PdA Bern bei beiden Bundesvorlagen
sowie beim kantonalen Geschäft Nein. Eine Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung
durch eine Erhöhung der unsozialen Mehrwertsteuer ist der falsche Weg,
die IV zu sichern. Weiter will die PdA Bern auch in Zukunft nicht auf das direktdemokratische
Instrument der allgemeinen Volksinitiative verzichten und sagt daher Nein zur
vorgeschlagenen Abschaffung. Nein zur kantonalen Vorlage über die Harmonisierung
der Schulen (Harmos) sagt die PdA Bern nicht wegen des vorgegebenen Harmonisierungziels,
sondern weil die Vorlage der Privatisierung des Schulwesens Vorschub
leistet.
11.9.2009
Begründungen auf dem PdA-Weblog
Die von den eidgenössischen Räten vorgesehene Verschlechterung der Arbeitslosenversicherung wird die Gemeinden in die Krise stürzen. Ganz einfach, weil sich damit die soziale Situation für Tausende von Arbeitsuchenden verschlechtern würde mit dem Resultat, dass die sozialen Dienste der Gemeinden zusätzlich gefordert werden. Noch bevor das Parlament über diesen Teilrückzug aus eine Bundesaufgabe beschliesst, sollen die Karten auf den Tisch. Der Berner PdA-Stadtrat Rolf Zbinden möchte daher mit einer Dringlichen Interpellation bewirken, dass die Stadtregierung über die negativen Auswirkungen der Gesetzesrevision auf die städtischen Finanzen klaren Wein einschenkt. 2.9.2009
Der Wortlaut der Interpellation
Wenn bald einmal über die Senkung des Umwandlungssatzes für die 2. Säule
abgestimmt wird, muss es um mehr gehen als um das konzept- und perspektivlose
Nein der Gewerkschaftsbürokraten. Mit dem Nein muss der Grundstein gelegt werden
zur Abschaffung der Pensionskassen: Bahn frei für eine voll ausgebaute AHV. Die Partei
der Arbeit knüpft damit am Volkspensionsgedanken an, den sie bereits in den 60er
Jahren mit einer Volksinitiative ins Gespräch gebracht hatte. Um die Volkspension zu
verhindern, tüftelten damals die Sozialdemokraten und die Bürgerlichen gemeinsam
das mehrsäulige System der Altersvorsorge aus, das heute vor dem Fiasko steht. Und
sie schanzten damit den Versicherungen und Banken auf Kosten der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer ein gigantisches Milliardengeschäft zu. Die PdA Bern hat die
Gründe, die zu einem grundsätzlichen Nein führen, in einem Argumentarium
zusammengefasst. 15.8.2009
Das Argumentarium für ein grundsätzliches Nein zur Senkung des BVG-Umwandlungssatzes
Ein ergreifender Moment am Mittwoch, 12. August 2009, in Mailand: eine halbe Stunde
nach Mitternacht jubeln und prosten sich die Menschen auf der Strasse zu. Die Arbeiter
der INNSE tragen ihren Wortführer auf den Schultern, einer der vier, die acht Tage lang
auf dem Kran waren. Alle rufen aus vollem Halse: «Giù le mani dalla INNSE!» - Hände
weg von der INNSE! Wie vor
mehr als einem Jahr in der Officine in Bellinzona ist eine Betriebsschliessung nach langem,
harten Kampf verhindert worden. Ein weiteres Zeichen für eine erfolgreiche Führung
des Klassenkampfes ist gesetzt. Eines Klassenkampfes, der sich nicht durch eine
legalistische Gewerkschaftsbürokratie in Fesseln legen lässt. 15.8.2009
Mehr Infos dazu auf www.solikomitee.ch
«Der Kanton Bern scheint bei der Vergütung von Überstunden bei Spitzensalären bisweilen
eine recht eigenartige Praxis zu verfolgen,» schreibt der Berner PdA-Stadtrat
Rolf Zbinden in einer Interpellation. Demnach wird bei Chefbeamten garniert, während
man bei handwerklichen Funktionen bei der Anerkennung von Überstunden knausert.
Zbinden fürchtet, dass mit grosszügigen Überstundenentregelungen für Spitzenleute
die vom Volk gutgeheissene 200 000-Franken-Limite umgangen werden könnte. Zbinden
fragt daher die Stadtexekutive in seiner Interpellation an, was in dieser Beziehung
bei der Stadt Usus ist.
6.8.2009
Der Wortlaut der Interpellation
Am Mittwoch, 5. August 2009, hat in Basel eine Kundgebung vor dem durch die Polizei
abgesperrten und stark bewachten italienischen Generalkonsulat stattgefunden, organisiert
von den Solidaritätskomitees Basel und Zürich. Die Demonstrierenden solidarisierten sich
lautstark mit den in einem harten Arbeitskampf befindlichen Arbeiterinnen und Arbeitern der
INNSE in Mailand. Ein Heer von 500 Carabinieri und Polizisten hält die INNSE umzingelt, um
dem wortbrüchigen Unternehmer Genta zu erlauben, die Maschinen zu demontieren und eine
historische Fabrik auszuräumen. Vor drei Jahren hat er sie zum Schnäppchenpreis gekauft mit
der Auflage, die Produktion in Schwung zu bringen. Diese Verpflichtung hat er nie eingehalten
und stattdessen am 31. Mai 2008 alle 50 ArbeiterInnen entlassen, die seither den Betrieb besetzt
halten bzw. blockieren, um den Abtransport der Maschinen, mit denen sie ihr Brot verdienten, zu
verhindern. Die Demonstrierenden wünschen den Innse-ArbeiterInnen weiter viel Kraft in ihrem
Kampf.
5.8.2009
Die Internationale Transportarbeiterföderation (ITF) hat zu Aktionen gegen honduranische
Schiffe aufgefordert. «Dieser Aufruf richtet sich gegen das Be- und Entladen der 650 Schiffe, die
unter der Flagge von Honduras fahren», hiess es. Das Putschistenregime soll so unter Druck
gesetzt werden. Zu den der ITF angeschlossenen Organisationen gehören in der Schweiz auch
die Gewerkschaften Unia und VPOD mit je einem Teil ihres Mitgliedersegmentes an.
Unterdessen werden in die Vermittlungsbemühungen des costaricanischen Präsidenten Arias
keine grossen Hoffnungen gesetzt. Vielmehr sieht man darin eine Strategie des
US-Aussenministeriums, indirekt eine internationale Anerkennung der Putschisten zu erreichen.5.8.2009
Mehr Infos dazu in der Jungen Welt
Als dieser Tage in den hiesigen Medien über die Schliessung von 2 Fernsehsendern und 32
Radiostationen in Venezuela berichtet wurde, wurde das von den Lohnschreibern flugs als
«Angriff auf die Meinungsfreiheit» ausgelegt. Den Lesenden wurde suggeriert, die
venezolanische Regierung habe willkürlich oppositionelle Sender geschlossen. Tatsache aber
ist, dass lediglich Sender stillgelegt wurden, die über keine Lizenz verfügten und daher illegal
sendeten. Bei vielen dieser Sender handelte es sich zudem um Stationen, die gar nicht über eine
eigene Produktion verfügten, sondern lediglich das Programm eines grossen, im Dienste der
Finanzoligarchie stehenden Senders ausstrahlten. Das sei eine Form von Grossgrundbesitz in
der Medienlandschaft, stellte der zuständige Minister Diosdado Cabello fest, es gehe deshalb nicht
darum, Sender zu schliessen, sondern die Rundfunklandschaft Venezuelas zu demokratisieren.
Seit der Prozess der bolivarischen Revolution im Gange ist, hat sich die Vielfalt der
Medienlandschaft Venezuelas übrigens markant verstärkt.
5.8.2009
Mehr Infos dazu in der Jungen Welt
«Niemand bezweifelt die Verwicklung Washingtons in den Staatsstreich von Honduras
gegen den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya, der am vergangenen 28. Juni
begann.» Das Schreiben Eva Golinger und Albert Köstler, welche Fakten zum Honduras-Putsch
zusammengetragen haben. Auch die Regierung Obama kann ihre Hände
nicht in Unschuld waschen, gibt sich die Aussenministerin Clinton doch grosse Mühe,
mit ihrer Wortwahl die Putschisten zu legitimieren. Die Faktensammlung liefert eindeutige
Beweise für die unverkennbare Rolle Washingtons im Staatsstreich gegen den honduranischen
Präsidenten Manuel Zelaya. 21.7.2009
Washington und Honduras-Putsch: Die Fakten
In einer gemeinsamen Stellungnahme wenden sich insgesamt 56 Kommunistische und
Arbeiterparteien Europas und aus aller Welt entschieden gegen neue Tendenzen des
Antikommunismus in der internationalen Politik. Die unterzeichnenden Parteien beziehen
sich auf eine am 3. Juli im litauischen Vilnius verabschiedete Resolution der Parlamentarischen
Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in
Europa (OSZE) mit dem Titel «Geteiltes Europa wiedervereint». In diesem Papier wird
auf Betreiben reaktionärer Kreise vor allem aus osteuropäischen Ländern in grossem
Massstab Geschichtsfälschung betrieben, indem erneut «Kommunismus» und Faschismus
auf eine Ebene gestellt und in einem Atemzug verurteilt werden.
17.7.2009
Weiterlesen auf dem Site der KP Luxemburg
Der Kritik des Vorsitzenden der kommunistischen Parlamentsfraktion an der katastrophalen
sozialdemokratischen Wirtschafts- und Sozialpolitik hatte der Wirtschaftsminister
der SP-Regierung, Manuel Pinho, argumentativ nichts entgegenzusetzen. Nur so lässt
sich erklären, dass er den kommunistischen Abgeordneten in der Debatte mit groben
Beleidigungen überzogen hatte. Sie wogen so schwer, dass Ministerpräsident Sócrates
seinen Wirtschaftsminister nicht mehr länger im Amte halten und sofort entlassen musste.
Hintergrund der Attacke Pinhos ist wohl auch, dass er von den Kommunisten bei
einem üblen Wahlkampfmanöver ertappt worden ist. Die Nervosität der portugiesischen
SP ob des anhaltenden Popularitätsgewinns der Kommunistischen Partei Portugals
(PCP) auf Kosten der Sozialdemokratie trug wohl das Ihre dazu bei.
7.7.2009
Ausführlicher Bericht auf kommunisten.ch
«Mit äusserst fragwürdigen Methoden sind am letzten Freitagabend Gianni Frizzo und
weitere Mitglieder des Streikkomitees aus dem Vorstand der Unia Bellinzona, Biasca
und Moesa entfernt worden.» Das schreiben die Solidaritätskomitees Basel und Zürich
in einer Medienmitteilung, und sie zeigen sich über die Machenschaften der Gewerkschaftsbürokratie
empört. Dieser passt eine kämpferische Arbeitnehmerschaft offenbar
nichts ins sozialpartnerschaftliche Kollaborationskonzept. Mit Genugtuung stellen die
Solikomitees fest, dass die Arbeitervollversammlung im Industriewerk Bellinzona dem
gesamten Streikkomitee das Vertrauen ausgesprochen hat. Die Unia-Bürokratie wird
sich überlegen müssen, wo sie ihre Basis finden will, wenn sie so weiter macht.
2.7.2009
Die Medienmitteilung im Wortlaut
Wieder wurde in einem lateinamerikanischen Staat eine reformorientierte Regierung
von der Oligarchie des Landes wegggeputscht. Der ins Ausland deportierte honduranische
Präsident Manuel Zelaya wurde ins Ausland deportiert und hält sich derzeit in den
USA auf. Auf die Unterstützung der US-Administration kann er aber nicht zählen; alles
deutet darauf hin, dass sie den Machteliten Honduras' das grüne Licht zum Putsch
gegeben hat. Was in Venezuela misslungen ist, soll jetzt wohl in Honduras zum Erfolg
führen. Die PdA Bern erinnert daran, dass die Partei des gestürzten Präsidenten der
gleichen internationalen Dachorganisation angehört wie die Schweizer Freisinnigen.
Von diesen erwartet die PdA Bern jetzt starke Zeichen der Solidarität mit ihrem Gesinnungsfreund.
2.7.2009
Communiqué der PdA Bern
Mehr Infos auf Campo Antiimperialista
Nach den libanesischen Parlamentswahlen vom 6. Juni feierten die Medien den Wahlsieg der
«westlich ausgerichteten Kräfte» im Libanon. Die regierungsloyalen Kräfte um den
israelfreundlichen Ministerpräsidenten Siniora errangen 71 Sitze. Die antiimperialistische
Opposition kam dagegen nur auf 57 Sitze. Was hingegen in den Medien unterschlagen wurde,
das ist die Tatsache, dass die antiimperialistische Opposition wesentlich mehr Stimmen erhalten
hat als das regierungstreue Bündnis um den sunnitischen Hariri- und den christilichen
Gemayel-Clan: Von eineinhalb Millionen registrierten Wählern stimmten 815 000 für die
Opposition und nur 680 000 für die Regierung. Es liegt an dem konfessionellen
Quotenwahlsystem, dass die antiimperialistische Opposition mit 54,5% der Stimmen nur 44,5%
der Sitze erhält.
15.6.2009
Mehr zur Situation nach den Wahlen im Libanon
Die beiden Basler PdA organisieren mit der Vereinigung Schweiz-Cuba zwei Kuba-Veranstaltungen. Bei der
ersten geht es um 50 Jahre Revolution auf Kuba, mit Richard Frick, René Lechleiter und
Botschafter Torres Barrios. Der zweite Anlass steht im Zeichen der Solidaritätskampagne mit den
5 Kubanern, die seit mehr als 10 Jahren in den Vereinigten Staaten inhaftiert sind.
11.6.2009
Mehr zur 50-Jahr-Veranstaltung auf neuepda.ch
Mehr zum Solikonzert auf neuepda.ch
Zum Frauenstreiktag am 14. Juni lädt die Frauenvereinigung für Frieden und Fortschritt zu einem Gartenfest.
Neben einem Buffet mit Spezialitäten aus Pakistan gibt es ein kleines Kulturprogramm als überraschung sowie eine Tombola.
11.6.2009
Mehr dazu auf neuepda.ch
10 Jahre sind es her, dass die reichsten Staaten dieser Erde über die Bundesrepublik
Jugoslawien hergefallen sind und grosses Leid über die Völker von Serbien und Montenegro
gebracht haben. Zur Verharmlosung der Verbrechen an der Zivilbevölkerung wurde in der Nato-Sprache
der menschenverachtende Begriff «Kollateralschaden» geschaffen. Die politische
Hauptverantwortung tragen die vier Herren Clinton, Blair, Schröder und Solana, für
die sich Den Haag freilich in keiner Weise interessiert. Dabei hat der 77-tägige Angriffskrieg
nicht nur gegen das Völkerrecht verstossen, sondern auch den Nato-Vertrag verletzt.
Das südserbische Städtchen Varvarin ist ein Beispiel unter vielen, wo die jugoslawische
Bevölkerung dem Nato-Tod in die Augen sehen musste. Dort haben nun, 10
Jahre danach, die beiden deutschen Arbeiterfotografinnen Gabriele Senft und Senne
Glanschneider den schwer verwundeten Überlebenden und den Hinterbliebenen der
Todesopfer eine Bilddokumentation über die Kriegsfolgen übergeben.
10.6.2009
Über die Bilddokumentation
So variiert die Haltung der linken Parteien Europas zur Europäischen Union ist, so differenziert
präsentieren sich ihre Wahlergebnisse. Zwei Texte sind auf dem Web zu finden,
die sich mit den Ergebnissen der Linksparteien auseinandersetzen. kominform.at
hat eine Übersicht über die Ergebnisse in den einzelnen Ländern zusammengestellt, die
von kommunisten.ch verlinkt wurde. In der Neuen Rheinischen Zeitung sieht sich Marcel
Hostettler im Labyrinth gemeinsamer Appelle linker Parteien zu den EU-Wahlen um.
10.6.2009
Neue Rheinische Zeitung: «Ein anderes Europa?»
Kommunistische und linke Parteien bei der EU-Wahl 2009
Belarus ist jener Nachfolgestaat der UdSSR, «in dem am meisten von den Errungenschaften
des Sozialismus hinsichtlich staatlicher und kollektiver Eigentumsstrukturen an
den entscheidenden Produktionsmitteln, der Planwirtschaft und einem vergleichsweise
hohen Niveau sozialer Sicherheit erhalten werden konnte», heisst es in einem Hintergrundartikel
der linken Tageszeitung «Junge Welt». Dank unterbliebenen Privatisierungen
sind Belarus unter der Führung von Alexander Lukaschenko die Verwerfungen und
das Chaos, mit dem sich andere ehemalige Sowjetrepubliken konfrontiert sehen,
erspart geblieben. Das Volk hat es dem Präsidenten mit wiederkehrenden überwältigenden
Wahlsiegen gedankt. Nachdem es dem EU- und US-Imperialismus nicht gelungen
ist, in Minsk eine orange Marionettenregierung zu installieren, versucht es Brüssel neuerdings
mit Zuckerbrot und Peitsche. Belarus seinerseits liebäugelt mit einer Art Brückenfunktion
zwischen Russland und EU. «Wir werden uns dabei jedoch weder verbiegen noch
erniedrigen!» sagt Lukaschenko dazu. Trotzdem: Willi Germs analysiert die Gefahren,
die für Belarus daraus resultieren könnten.
9.6.2009
Zum Hintergrundartikel in der «Jungen Welt»
Ken Loach beleuchtet mit «The Wind that shakes the barley» die Frage nach Revolution
oder Reform in der irischen Unabhängigkeitsbewegung. Im Winterthuer Aufbauzentrum ist
der Streifen am nächsten Freitag zu sehen.
9.6.2009
Mehr Infos dazu...
«Krise und Sozialproteste in Deutschland – welche Perspektiven?» heisst eine Veranstaltung,
welche die Parte der Arbeit St.Gallen zusammen mit der Antikapitalistischen Linken – für
Sozialismus (ALS) durchführt. Referent ist der Münchner Sozialwissenschafter Paul Kleiser. Die
Veranstaltung findet am 10. Juni, 20 Uhr, im Restaurant «Dufour» statt.
4.6.2009
Mehr Infos dazu...
Zwar haben die EU, die USA und der ehemalige Kolonialherr
Grossbritannien Simbabwes sozialistischen Präsidenten Robert
Mugabe gezwungen, den an ihrem Geldhahn hängenden Oppositionspolitiker
Tsvangirai als Premierminister zu akzeptieren. Trotz der Installation
ihres Gewährsmanns in der Regierung lassen die imperialistischen
Vormächte jedoch nicht davon ab, das durch Jahrzehnte kolonialer
und neokolonialer Ausbeutung ausgeblutete Land mit Sanktionen zu
belegen. Der Widerstand gegen den Neokolonialismus, für den Robert
Mugabe steht, soll endgültig gebrochen werden.
Und Robert Mugabe soll für seinen jahrzehntelangen Kampf gegen den
Kolonialismus und Neokolonialismus büssen. Er muss sich deshalb
durch die imperialistischen Meinungsfabriken ebenso zur diabolisierten
Unperson machen lassen wie Fidel Castro, Hugo Chavez, Slobodan
Milosevic und andere. Und die direkt oder indirekt im imperialistischen
Solde stehende Journaille poliert dieses Bild eifrig. Höchste Zeit zur
Gegeninformation! kommunisten.ch bietet mit der Übernahme eines
Artikels aus «Ketzerbriefe» eine hervorragende Möglichkeit, zu Hintergrundinformationen
zu kommen, die in der imperialistisch gleichgeschalteten
Medienwelt unterschlagen werden. 28.5.2009
Link zu «Die Zerstörung Simbabwes» auf kommunisten.ch
Gut gibt's die Demokratische Volksrepublik Korea und ihre Atomtests.
Das gibt den imperialistischen Mächten Gelegenheit, eine Sache so zu
dramatisieren, dass sie vielleicht die kapitalistische Krise ein paar Tage
aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängen könnte. Der neue Präsident
jener Supermacht, die als einzige bisher kriegsverbrecherisch
nukleare Waffen eingesetzt hat und derzeit Aggressionskriege in Irak,
Afghanistan und Pakistan führt, erdreistet sich zu verbreiten, durch die
Tests in der DVRK werde der Weltfrieden gefährdet. Und das vor dem
Hintergrund des schieren Willens eines kleinen sozialistischen Landes,
seine Souveränität zu sichern. Es handelt sich immerhin um ein Land
und ein Volk, das schon verheerende Erfahrungen mit dem Imperialismus
gemacht (und heute noch an den Folgen zu leiden hat) und frei
von fremder Aggression den Dschudsche-Sozialismus weiter aufbauen
möchte. Die Volksrepublik hat nur die Lehren «aus den imperialistischen
Ordnungskriegen nach dem Zusammenbruch des sozialistischen
Weltsystems gezogen», stellt Werner Pirker in einem lesenswerten
Kommentar in der «Jungen Welt» fest.
28.5.2009
Werner Pirker in der «Jungen Welt»
Mehr wissen über Nordkorea: Luise Rinsers «Nordkoreanisches Tagebuch» (PDF,
5,6 MB)
Archiv der Meldungen 2008 (ab August 2008)
Archiv der Meldungen 2009
Ein Zeitspiegel der Befreiungskämpfe im Trikont
Autoren: Richard Frick und René Lechleiter u. a.
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24.11.2009